Stressmanagement

Wie Sie sich mit dieser einfachen Stressmanagement-Methode selbst überlisten

Ich liebe einfaches Stressmanagement, wenn es schnell umsetzbar und wirkungsvoll ist. In diesem Artikel geht es um ein Problem, welches Sie selbst vielleicht kennen: Aufschieberitis.

Auch wenn ich es nur sehr sehr ungern zugebe: Ich schiebe unangenehme Aufgaben gerne mal vor mir her.

Manchmal bin ich dabei so geschickt, dass ich es bewusst gar nicht bemerke. Ein Blick auf meine Wochenziele am Freitag lässt mich dann erschreckend feststellen, dass ich es schon wieder getan habe.

Ich habe eine wichtige Aufgabe, die mir Bauchschmerzen bereitet, vor mir hergeschoben.

Im Studium ging mir das ebenso. Wie blitzblank war meine Wohnung, immer dann, wenn ich mich für eine schwierige Prüfung vorbereiten musste. Da fiel mir vieles ein, was ich tun konnte. Bloß, um nicht zu büffeln.

Und wissen Sie, was das Schlimmste daran ist. Diese aufgeschobenen Aufgaben haben meinen Kopf die ganze Zeit beschäftigt. Somit fehlte mir ein riesen Stück meiner Konzentration.

Schade, denn mit voller Konzentration wäre ich sicherlich wesentlich weitergekommen. Und – ich hätte meine freie Zeit wirklich und ohne schlechtes Gewissen genießen können.

Fazit: Ständig ein voller Kopf und wenig Erholung. Keine gute Voraussetzung für erfolgreiche Ergebnisse.

 

Warum Stressmanagement bei Aufschieberitis?

In einer gesteigerten Form spricht man von Prokrastination. Aber auch in abgeschwächter Variante ist die „Aufschieberitis“ verantwortlich für „hausgemachten“ Stress.

Die Aufgaben bleiben unerledigt und erzeugen dadurch eine stetige Spannung in unserem Kopf. Mehr über diesen Zeigarnik-Effekt lesen Sie hier.

Es entsteht eine mentale Belastung, die überhaupt nicht sein müsste. Wer schwierige Aufgabe sofort angeht, kann Sie schneller erledigen und somit auch mental abhaken.

Aufgeschobenes hingegen schwirrt die ganze Zeit im Hinterkopf herum, raubt wertvolle Konzentration und sorgt dafür, dass wir nicht wirklich abschalten können.

Und gerade weil es sich hier um „hausgemachten“ Stress handelt – lohnt sich der Einsatz einer gezielten und sehr einfachen Stressmanagement-Methode.

Heute möchte ich Ihnen verraten, wie ich mich selbst überliste. Und das so geschickt, dass ich mir für den Rest des Tages sogar einen Motivationsschub verpasse.

 

“Frosch zum Frühstück“ – eine simple Stressmanagement-Methode

Auf diese Idee hat mich Brian Tracy Buch „Eat that frog“ gebracht. Er beschreibt eine sehr hilfreiche Technik, die simpel ist und großartig funktioniert.

Immer dann, wenn eine Aufgabe ansteht:

  • die Sie ungern angehen wollen,
  • die Sie schon länger vor sich herschieben,
  • oder sich dabei ertappen, dass Sie einfach nicht vorankommen,

empfiehlt sich diese wirkungsvolle Methode.

 

Was müssen Sie konkret tun?

Werden Sie sich bewusst, welche Aufgabe Sie vor sich herschieben.

Gehen Sie diese Aufgabe als Allererstes am Tag an. Nutzen Sie eine Zeit, in der Sie am produktivsten sind, und starten Sie mit der schwierigsten oder belastendsten Aufgabe.

Ohne Ausrede und ohne andere Dinge vorab zu erledigen. Beginnen Sie einfach mit der Umsetzung dieser einen Aufgabe.

Sie können sich selbst unterstützen, indem Sie das Zeitfenster dafür genau festlegen. Starten Sie mit einer kleinen Einheit, z. B. 30 Minuten.

Beispiel:

Arbeitsbeginn: 8 Uhr

Zeitfenster: 8:15 – 8.45 Uhr

(15 Minuten für die Vorbereitung Ihres Arbeitsplatzes: PC hochfahren, für ungestörtes Arbeiten sorgen, Materialien zusammensuchen, o. ä.)

 

Sorgen Sie für ungestörtes Arbeiten: keine Ablenkungen, keine Störungen. Nur diese eine Aufgabe.

Jetzt legen Sie los.

Wenn Sie begonnen haben, werden Sie merken, dass es von selbst weitergeht und Ihr Zeitfenster schnell gefüllt ist.

Der psychologische Effekt, den Sie jetzt gewonnen haben ist, dass Sie den ersten Schritt und somit die größte Hürde überwunden haben: Sie haben begonnen. Und Sie sind ein Stück weitergekommen.

Sie haben erlebt, dass es geht und es gar nicht so dramatisch ist. Zudem haben Sie ein kleines Erfolgserlebnis gleich am Morgen.

Nun können Sie den nächsten Abschnitt für morgen früh einplanen. Und der Kick für den Rest des Tages ist nicht ohne. Denn jetzt haben Sie den schwersten Brocken schon hinter sich.

Probieren Sie es mal aus. Ich bin gespannt, wie Ihnen der Frosch zum Frühstück schmeckt 😊

 

Welche Aufgaben erledigen Sie ungern?

Carola Lübbenjans

Hallo – ich heiße Carola Lübbenjans und bin Diplom Psychologin.

Als Coach und Trainerin bestärke ich Führungskräfte und Ihre Teams, gelassen und souverän mit hohem Druck umzugehen.

In meinem Blog gebe ich Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie leistungsstark und standfest bleiben, wenn es turbulent wird. Viel Spaß beim Lesen!
Posted in Mit freiem Kopf in den Feierabend.

Carola Lübbenjans

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.