Weniger Stress im neuen Jahr? Wie Sie diesen guten Vorsatz erfolgreich umsetzen

By Carola Lübbenjans | Standfeste Haltung im Stress

Jan 10
Neujahrsvorsaetze
Neujahrsvorsaetze

Quelle: www.Pixabay.com: Greyerbaby

Haben Sie sich als guten Vorsatz „weniger Stress“ für das neue Jahr vorgenommen?

In dieser Jahreszeit wird das Thema der Neujahrvorsätze wieder ganz aktuell. Wir überlegen, was sich ändern sollte und haben gedanklich ganze Listen guter Vorsätze im Kopf.

Warum nur ist es so schwierig, diese auch wirklich umzusetzen?

Laut einer Studie der DAK steht an oberster Stelle der guten Vorsätze nach wie vor weniger Stress. Sechs von zehn Befragten wünschen sich für das neue Jahr mehr Entspannung. In einer amerikanischen Befragung kam heraus, das 42,4 % jedes Jahr mit ihrem Vorsatz scheitern.

Wie kann es Ihnen gelingen, Ihren Vorsatz „weniger Stress“ auch wirklich anzugehen?

 

5 Schritte, die Sie in die erfolgreiche Umsetzung begleiten

1. Schritt: Komfortzone prüfen

Unser Gehirn mag es, wenn wir uns in gewohnten Abläufen befinden. Das vermittelt uns Sicherheit. Sobald wir diese angenehme Zone verlassen, werden wir unsicher. Und Unsicherheit führt häufig zu Vermeidungsverhalten.

Soweit so gut, aber wenn Sie etwas verändern wollen, dann müssen Sie die Komfortzone verlassen. Wie geht das?

Die Antwort kennen Sie bereits. Schauen Sie doch einmal zurück. Wann ist es Ihnen gelungen, etwas wirklich zu verändern?

Ja genau – wenn Sie in Ihrem tiefen Inneren davon überzeugt waren, dass die Veränderung stattfinden muss. Genau jetzt. Das hat Sie so stark motiviert, dass Sie alle Unannehmlichkeiten in Kauf genommen haben.

Und wenn Sie sich verändern möchten, dann geht das nur mit dieser Motivation. Einer, die wirklich aus Ihnen – aus Ihrer Überzeugung heraus – kommt. Egal, wer was besser macht oder wer was von Ihnen erwartet. Das bringt Ihnen alles nichts.

Nur die eigene, innere Motivation kann diesen Schritt vollziehen.

Ihre Aufgabe zu diesem Schritt ist zu reflektieren:

  • Was genau soll sich denn für mich ändern?
  • Warum möchte ich das?

Zwei simple Fragen, die ehrlich beantwortet werden wollen. Sie haben es in sich!

2. Schritt: Analyse

Schauen Sie sich nun Ihre individuelle Situation an.

Prüfen Sie, ob Ihr Vorsatz sich in Ihrer Situation realistisch umsetzen lässt.

  • Worin bestehen Ihre Möglichkeiten für weniger Stress?
  • Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus und was passt da rein?
  • Welche Stärken bringen Sie für die Umsetzung mit?

Wenn Sie Ihre Situation auf Herz und Nieren geprüft haben, dann können Sie einen Schritt weitergehen.

 

Schritt 3: Formulieren Sie einen umsetzbaren Vorsatz

Nun könnten Sie sagen, das habe ich doch schon am Anfang: weniger Stress!

Das reicht leider nicht. Es ist kein Ziel, welches sich erreichen lässt.

Warum nicht? Weil es viel zu pauschal formuliert ist.

Wer die Wahrscheinlichkeit einen Vorsatz erfolgreich umzusetzen deutlich erhöhen will, der muss ein konkret fassbares Ziel formulieren.

In der Arbeitspsychologie hat man eine sehr wirkungsvolle Methode entwickelt. SMART

Kennen Sie diese Methode?

Für den Fall, dass Sie es nicht kennen, hier in aller Kürze.

Was steckt hinter SMART?

Spezifisch – Formulieren Sie Ihr Ziel so spezifisch wie möglich. Was, wann, wie oft?

Beispiel: Statt weniger Stress – ungestört arbeiten, direkt nach der Mittagspause, 1 Stunde pro Arbeitstag.

Messbar – Überprüfen Sie den Erfolg

Wie können Sie überprüfen, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben?

Überlegen Sie, woran Sie messen können, ob Sie wirklich weniger Stress empfinden.

Akzeptiert – Verfolgen Sie nur Ziele, die Sie auch akzeptieren

Reflektieren Sie, ob das Vorhaben mit Ihren inneren Werten übereinstimmt.

Wenn ein Widerspruch zwischen Ihrem Ziel und Ihren inneren Werten besteht, dann werden Sie das Ziel unbewusst nicht akzeptieren.

Realistisch – Prüfen Sie, ob Ihr Ziel realistisch erreichbar ist

Gehen Sie in kleinen Schritten, die ohne größere Anstrengung leicht realisierbar sind. Das bedeutet, dass Sie eine Herausforderung wahrnehmen, die Sie aber mit großer Zuversicht angehen.

Terminierbar – Nehmen Sie eine konkrete Zeitangabe vor

Vergeben Sie ein konkretes Zeitfenster – und zwar regelmäßig.

Beispiel: Ich nehme mir jeden Montag von 12 – 12:15 Zeit für eine Ruhepause, in der ich spazieren gehe.

Bleiben Sie 3 – 6 Wochen dabei. Erst dann entwickeln sich Veränderungen zur Routine und Ihr Gehirn ist wieder im sicheren Fahrwasser.

 

Schritt 4: Hemmschwellen im Blick

Behalten Sie nicht nur Ihr Ziel, sondern auch den Weg dorthin im Auge.

  • Welche Hürden werden Ihnen auf dem Weg zu Umsetzung begegnen?
  • Wie können Sie mit diesen Hürden umgehen, damit Sie nicht von Weg abgebracht werden?

Und dann fangen Sie sofort an. Alles, was wir nicht innerhalb von 72 Stunden beginnen, wird in der Regel auch später nicht mehr begonnen.

Zusatztipp

Holen Sie sich Unterstützung. Gemeinsam gelingt es etwas leichter, dranzubleiben.

 

Schritt 5: Belohnen Sie sich

Jeder Etappenabschnitt sollte belohnt werden.

Das erhält Ihre Motivation und erhöht den Spaßfaktor. Ihr Gehirn speichert diese positive Erfahrung unter „erfolgreich“ ab und so fällt es Ihnen beim nächsten Mal wesentlich leichter, eine Veränderung einzuführen.

 

Im Januar halte ich einen Impulsvortrag zu diesem Thema. Mit den Teilnehmern werde ich aktiv arbeiten und jeder wird seinen ersten konkreten Schritt nach dem Vortrag angehen. Ich lade Sie herzlich ein, daran teilzunehmen. Hier der Link zur Anmeldung.

Melden Sie sich gleich an, ich freue mich auf Sie,

viele Grüße

Carola Lübbenjans